MESOTHERAPIE

WAS ist eine Mesotherapie?

Das Mesolift, auch als Mesolifting bekannt, ist eine schonende Behandlungsmethode, die bei den Ursachen der Hautalterung ansetzt und sie am Ort ihrer Entstehung bekämpft. Seit über 50 Jahren mit Erfolg gegen unterschiedliche Krankheiten wie Rheuma, Arthrose oder Sportverletzungen eingesetzt, hat sie sich seit den 1970er-Jahren auch in der ästhetischen Medizin etabliert.

Unter dem Begriff Mesolift werden alle Anti-Aging-Behandlungen zusammengefasst, die nach den Erkenntnissen der Mesotherapie durchgeführt werden. Dabei wird eine individuell zusammengestellte Wirkstoffkombination aus Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren und Durchblutungsmitteln mit einer feinen Nadel oberflächlich entlang der Hautlinien und in die Oberfläche der Haut von Gesicht, Hals, Dekolleté oder Handrücken eingearbeitet. Die Wirkstoffe und die sanfte Nadelung regen die Hautregeneration und -straffung an, indem sie die Haut nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgen und die Neubildung von Kollagen und elastischen Fasern fördern. Feine Strukturfalten werden geglättet, das Hautvolumen praller und Hautschäden repariert.

Anwendungsgebiete

Die vielseitige Therapiemethode eignet sich aber nicht nur zur Besserung der Hautstruktur und zur Hautverjüngung Rejuvenation, sie erzielt auch bei Schwangerschaftsstreifen, Narben, schlecht verheilten Wunden, Durchblutungsstörungen sowie bei der Cellulite-Behandlung und bei Haarausfall überzeugende Resultate.

Ablauf & Behandlung

Die Mesotherapie ist für nahezu jeden Hauttyp geeignet und kann am gesamten Körper zur Verfeinerung, Glättung sowie Verjüngung des Hautbildes eingesetzt werden.
Bei bestehenden Allergien gegen die verabreichten Stoffe kann eine Mesotherapie jedoch nicht eingesetzt werden. Auch bei Diabetes, während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei akuten Entzündungen der Haut und Herpes ist von der Mesotherapie abzuraten.

VOR der Mesotherapie

Vor der Behandlung wird der Patient in einem Beratungsgespräch über alle Therapieoptionen sowie mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt.
Der „Ist-Zustand“ wird anhand von Fotos dokumentiert und die therapeutischen Ziele individuell festgelegt.
Möglichst bereits zwei Wochen vor der Behandlung sollten blutverdünnende Medikamente (Acetylsalicylsäure wie ASS® und Aspirin®, Marcumar®, Plavix® etc.) abgesetzt werden, um das Risiko von Blutergüssen zu minimieren. Unmittelbar vor der Behandlung kann die betroffene Stelle mit einer betäubenden Creme behandelt werden.

Nachkorrekturen aus ästhetischen Gründen sollten frühestens nach einem Jahr durchgeführt werden, da erst nach Ablauf dieser Zeit das endgültige Ergebnis beurteilt werden kann.

Behandlung

Mit einer speziellen Lotion wird die Haut im Behandlungsareal zunächst gereinigt und die im individuellen Fall geeignete Nährstoffkombination dem Hautzustand und gewünschten Ergebnis entsprechend gewählt. Mit einer feinen Nadel oder der speziell für die Mesotherapie entwickelten, sogenannten Injektions-Pistole (Mesoinjektor) wird dieser nun in Abständen von 5 mm bis 15 mm in die Haut injiziert. Der Mesoinjektor ist in der Lage, bis zu acht feinsten Stichen in der Sekunde auszuführen, was die Behandlung sehr angenehm und eine sehr feine Dosierung der Injektionen möglich macht. Da die Nadeln nicht bis ins Fettgewebe vordringen, ist die Behandlung nahezu schmerzfrei. Je nach Größe der behandelten Hautpartien dauert die Mesotherapie eine halbe bis eine Stunde. Eine Massage im Anschluss sorgt für Entspannung und eine optimale Verteilung der Wirksubstanzen.

Die Behandlung wird ambulant durchgeführt. Direkt nach der Behandlung kann der Patient die Praxis wieder verlassen und ist bereits nach circa einem Tag wieder gesellschaftsfähig.

Die besten Resultate lassen sich erzielen, wenn die Behandlung im Abstand von jeweils zwei Wochen mehrmals wiederholt wird. Je nach Befund kann zu Therapiebeginn auch eine wöchentliche Behandlung sinnvoll sein. Ist das gewünschte Ergebnis erzielt, lässt sich der Behandlungserfolg mit circa vier bis sechs Sitzungen im Jahr langfristig aufrechterhalten.

Ergebnisse

Das Ergebnis der Mesotherapie zeigt sich schon nach wenigen Behandlungen in einem sichtbar verbesserten Hautbild. Mit jeder weiteren Sitzung und fortschreitendem Regenerationsprozess wird dieser Effekt optimiert. Nach erfolgreicher Therapie sind Unebenheiten, Pigmentflecken und Fältchen verschwunden und das Gewebe im Behandlungsareal besser durchblutet.
Eine straffe, weiche und gepflegte Haut sorgt für ein gesundes und optisch verjüngtes Erscheinungsbild mit mehr Elastizität und Spannkraft – das verspricht das Verfahren der Mesotherapie.

Risiken & Nebenwirkungen

In seltenen Fällen können während und nach der Mesotherapie leichte Schmerzen auftreten, denen jedoch mit einer betäubenden Salbe vorgebeugt werden kann. Unmittelbar nach der Behandlung können leichte Rötungen und Schwellungen auftreten, die jedoch sehr schnell wieder abklingen.
Auch allergische Reaktionen sind möglich, treten allerdings nur in sehr seltenen Fällen auf. Um ihnen vorzubeugen, werden Patienten vor der Behandlung nach eventuellen Unverträglichkeiten und Allergien gefragt. Bei Verdacht auf eine bestehende Unverträglichkeit werden im Vorfeld entsprechende Allergietests durchgeführt.

MESOBOTOX - MESOTHERAPIE MIT BOTOX®

Bei tiefen Mimikfalten, Krähenfüßen der Augen und hängenden Mundwinkeln setzt die Mesotherapie gelegentlich auch auf den Wirkstoff Botulinumtoxin.
Im Gegensatz zu klassischen Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin wird beim sogenannten Mesobotox aber eine eigens auf den Patienten abgestimmte Wirkstoffkombination aus kleinsten Mengen Botulinumtoxin, Hyaluronsäure, ausgesuchten Vitaminen und Antioxidantien zusammengestellt und mithilfe einer Mikro-Nadel injiziert.
Dies erfolgt, auch nicht wie bei der klassischen Botox®-Behandlung, in einen bestimmten Muskel, sondern in das umliegende Hautareal. Die Mikroinjektionen werden dabei sehr schonend
in die Haut eingebracht. Selbst hartnäckige Falten lassen sich so sanft aber sehr effektiv und anhaltend behandeln. Die Behandlung wird ein- bis zweimal durchgeführt und ca. halbjährlich wiederholt.
Bei Bedarf kann sie mit einem Mesolift kombiniert werden.

MESOHAIR - MESOTHERAPIE FÜR DIE HAARE

Die Mesotherapie bei Haarverlust, in diesem Zusammenhang auch "Mesohair" genannt, stoppt den Haarausfall und beugt somit der Glatzenbildung vor. Dabei wird, ebenfalls mithilfe feinster Nadeln, ein speziell für den Haarausfall zusammengesetzte Nährstoffkombination in die Kopfhaut eingebracht, wo diese direkt auf den Haarwurzeln einwirkt.
Hier stimulieren die Nährstoffe das Haarwachstum und stoppen den Haarverlust. Die ersten Resultate machen sich wenige Wochen nach der ersten Sitzung bemerkbar.

Allerdings wirkt die behandelte Kopfhaut schon kurz nach der Anwendung deutlich frischer, besser durchblutet und weniger schuppig. In der Regel wird das Haar infolge der Behandlung durch die speziell abgestimmten Substanzen deutlich fülliger und dichter. Auch Schuppen und eine erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut werden mit dieser Methode wirksam behandelt. Für ein überzeugendes und langanhaltendes Ergebnis sind aber auch hier mehrere Sitzungen in regelmäßigen Abständen erforderlich.

NACHSORGE

Bei sehr empfindlicher oder gereizter Haut können unmittelbar nach der Behandlung Rötungen oder Schwellungen auftreten, die mit Make-Up oder Puder abgedeckt werden können. Hämatome treten eher selten auf.
Am Behandlungstag selbst sollte auf Sport und Saunabesuche verzichtet werden. In den ersten Tagen nach der Behandlung sollten zudem keine hautreizenden Cremen oder Seren verwendet werden, bis die oben genannten Begleiterscheinungen abgeklungen sind. Besonders in den folgenden Wochen ist außerdem auf konsequenten Lichtschutz in Form von Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor zu achten und von Solarienbesuchen abzusehen.